Andrea Dankova, soprano

Andrea Dankova wird zu Beginn der Spielzeit 2014/15 ihr Rollendebüt als Tosca an der Oper Graz geben. Das Teatro Comunale Bologna hat die Sopranistin nach ihrem fulminanten Erfolg als Jenufa in der Neuproduktion der Janacek-Oper von Alvis Hermanis am Théâtre La Monnaie Bruxelles ebenfalls für die Partie im Frühjahr 2015 verpflichtet. Unter der Leitung von Tomas Netopil wird sie mit dem London Philharmonic Orchestra in Janacek’s Glagolitischer Messe auftreten und damit nach London zurückkehren, wo sie unter Daniele Gatti große Erfolge als Desdemona und Micaela feiern konnte.

Andrea Danková wurde in Lucenec, Slowakische Republik geboren. Sie studierte am Konservatorium von Zilina und an der Musikakademie in Bratislava. Die Sopranistin ist Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbe, darunter  des “Toti Dal Monte” Wettbewerbs in Treviso, der sie unmittelbar als Micaela in Carmen an das Teatro Comunale in Treviso führte. Es folgten unmittelbar Engagements an großen internationalen Opernhäusern: sie sang Micaela in Carmen am La Fenice Venedig sowie konzertant in Tokyo unter Kent Nagano, Mimi an der Opéra de Lyon, Liu in Turandot und Simone-Amelia unter Daniele Gatti in Bologna. 1998 gab sie ihr erfolgreiches US-Debüt als Micaela an der Oper von San Francisco und debütierte an der Seite von José Cura in konzertanten Aufführungen als Micaela und Desdemona unter der Leitung von Daniele Gatti in London. Es folgten erneut die Micaela am Teatro Real Madrid, Violetta in der Zeffirelli-Produktion der Traviata in Busseto und Ravenna, die Julia in Dvoraks Jakobiner mit dem WDR Orchester Köln unter Gerd Albrecht sowie die Mimi beim Festival von Santander. 2007 debütierte sie als Jenufa am Teatro alla Scala Milano.

Regelmäßig kehrte sie an die großen Opernhäuser ihrer Heimat zurück und war hier als Mimi, Elena (Mefistofele), Mařenka (VerkaufteBraut), Desdemona, Donna Elvira, Luisa Miller, Micaela, Violetta, Liu, Amelia (Ballo in Maschera) in Bratislava und Prag zu hören. Zuletzt gab sie ihr äußerst erfolgreiches Rollendebüt als Katia in der berühmten Robert-Carsen-Produktion der Katia Kabanova am Teatro Real Madrid unter der Leitung von Jiří Bělohlávek im December 2008. Sofort wurde sie in der Titelpartie von Janáček’s Jenufa erneut an das Teatro Real Madrid eingeladen, diesmal unter der Leitung von Ivor Bolton. 2010 gab sie ihr umjubeltes Debüt am Teatro Colon Buenos Aires als Katia Kabanova und debütierte in dieser Partie an der Opera National du Rhin Strasbourg sowie 2012 an der Württembergischen Staatsoper Stuttgart.
 
Ihr Konzertrepertoire umfasst Janáček’s Glagolitische Messe (mit Sir Colin Davis und dem London Symphony Orchestra in der Londoner Barbican Hall sowie der Avery Fischer Hall New York; mit Myung-Whun Chung und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks; mit Jiří Kout und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin sowie mit Tomas Netopil am Teatro Maggio Fiorentino Firenze), Janáček’s Vecne Evangelium, Dvořák’s Te Deum (mit Sir Colin Davis und dem London Symphony Orchestra in London und New York), Mahlers Symphonie Nr. 2 (mit Myung-Whun Chung und dem London Symphony Orchestra in London) sowie Dvořak’s Stabat Mater (Musikverein Wien). Im November 2012 sang sie Rachmaninoffs Die Glocken unter Tomas Netopil im Teatro del Maggio Musicale Florenz.

2014/15