ab 2016/2017
Intendant
Landes- und Musiktheater Linz

Hermann Schneider, stage director

TRAKL / BLAUBART (UA) / WÜRZBURG / 2007-08
Das Mainfrankentheater brachte jetzt in einer Inszenierung und Texteinrichtung von Intendant Hermann Schneider als Uraufführung das Dramenfragment „Blaubart“ des Lyrikers Georg Trakl in Form einer szenischen Collage auf die Bühne. Die Inszenierung verweigert sich standhaft einer simplen Interpretation und spürt stattdessen einem kollektiven Unbewussten im Sinne Carl Gustav Jungs mit viel Empathie nach.
Tauber-Zeitung, 23.5.08
 
Hermann Schneider, Intendant des Mainfranken Theaters, hat Trakls Texte zusammen mit Texten des amerikanischen Horror-Autors H.P. Lovecraft und Auszügen aus dem bibischen Buch Genesis zu einer atmosphärisch dichten Collage zusammengefügt.
So entstehen düstere anderthalb Stunden voll unbewusster Ängste und Träume.
Mainpost & Volksblatt. 19.5.08
 
 
AUSTER / IM LAND DER LETZTEN DINGE (UA) / WÜRZBURG / 2007-08
Für die apokalyptischen Bilder Paul Austers vermittelte Würzburgs Intendant Hermann Schneider, der zusammen mit Alexander Jansen das Libretto schrieb, den Besuchern ungewöhnliche Einblicke hinter die Kulissen. Dank einer auf die Spielorte abgestimmten Dramaturgie wurde eine Endzeitstimmung heraufbeschworen, in der Untergang und Zerfall, Martyrium und Tod zwar allgegenwärtig sind, aber die abgedroschene Phrase von der Hoffnung, die zuletzt stirbt, zugleich eine anrührende und zutiefst menschliche Interpretation erfuhr.
Tauber-Zeitung, Februar 2008
 
Die Uraufführung ist ein mutiges und zugleich beispielhaftes Projekt, das zeigt, dass auch ein kleines Theater feine Aufführungen in die Welt der vorletzten Dinge bringen kann.
Positionen 74. Beiträge zur Neuen Musik, Februar 2008
 
Es entsteht ein spannungsreiches Geflecht, das im Verlauf des Abends immer dichter wird und das anfänglich eher skeptisch bis belustigt reagierende Publikum mühelos einfängt.
Die Deutsche Bühne, 01/2008
 
Gleichsam kreativ mit der Rückseite der Illusionsmaschine Musik-Theater zu arbeiten, das haben sich in Würzburg Komponist, Dramaturg sowie Herman Schneider – Regisseur, Librettist und Intendant des Mainfranken Theaters – zur Aufgabe gemacht.
Süddeutsche Zeitung, 7.12.2007
 
Es ist ein schwarzer Abend in neun finsteren Bildern, deren letztes zurück ins Kammerspiel führt. Die Würzburger Produktion, alles andere als ein Glamour-Event, spricht für das Mainfranken-Theater und seine ungeahnt mitwirkenden Besucher.
Frankfurter Allgem. Zeitung, 5.12.2007
 
„Letzte Dinge“, fraglos eines der faszinierendsten Theaterprojekte dieser Saison in Nordbayern.
Süddeutsche Zeitung, 30.11.2007
 
 
BÜCHNER / LENZ / WÜRZBURG / 2006-07
Intendant Hermann Schneider selbst zeichnet verantwortlich für die szenische Einrichtung des Textes. Er holt den Text in die Gegenwart, macht ihn lebendig und höchst anschaulich.
Nummer 24, März 2007
 
Im Mainfranken Theater Würzburg war mit dem Erzähltheater „Lenz“ eine beeindruckende Premiere zu erleben.
Mit den Worten „Es war ihm alles leer und hohl“ beginnt ein „Alp des Wahsinns“, den der Würzburger Intendant Hermann Schneider szenisch einrichtete und als eine veritable Baustelle ausstatten ließ, welche die Zersplitterung und Aufspaltung von Wirklichkeit und Wahrnehmung des damals 27-jährigen Dichters besonders sinnfällig werden ließ.
Fränkische Nachrichten, 31.1.2007
 
Mit wenigen Handgriffen und Anweisungen schafft es Würzburgs Theaterintendant Hermann Schneider, die 1835 entstandene kurze Erzählung „Lenz“ des damals gerade 20 Jahre alten Georg Büchner zu einer allgemein gültigen Innenansicht von Jugend zu machen.
Main-Echo, 29.1.2007
 
Und die szenische Umsetzung des Mainfranken Theaters ist spannend. Weil in der „Kammer“ aus der Novelle richtiges Theater wird. Im Mainfranken Theater gibt es Lenz zum Anfassen. Große Leistung von Oliveira und seinem Regisseur: Die Worte werden lebendig.
Mainpost & Volksblatt, 29.1.2007
 
 
SHAFFER / AMADEUS / WÜRZBURG / 2006-06
Regisseur Hermann Schneider tarierte die Szene zwischen zappeliger Bewegung bei den Auftritten Mozarts und steifer Unbeweglichkeit bei der Hofgesellschaft aus. Szenen aus Mozarts Opern lässt er als Tableaus darstellen mit af leise gedrehter Musik und einem hemmungslos zappelnden Kapellmeister Mozart.
Das Würzburger Publikum ließ sich von Schneiders Inszenierung begeistern.
Fränkische Nachrichten, 14.11.2005
 
Der Würzburger Intendant Hermann Schneider inszenierte am Mainfranken Theater das Schauspiel „Amadeus“ von Peter Shaffer. Die Premiere wurde im Großen Haus mit begeistertem Applaus aufgenommen. Die Inszenierung überzeugt durch die stringente Mischung von allen denkbaren theatralischen Elementen, verschiedener Zeitebenen und der Einbeziehung des Publikums.
Tauber Zeitung, 17.11.2005
 
 
GOUNOD / FAUST / WÜRZBURG / 2005/06
Die künstlerische Herausforderung, die Brüche zwischen der eher romantisierenden, traditionellen Musik und dem Bühnengeschehen durch eine allzu eigenwillige Interpretation nicht noch zu vertiefen, meistert die Regie bravourös.
Tauber-Zeitung, 14.2.2006
 
Die Interpretation des Regisseurs trägt erstaunlich weit. Die szenische Realisierung war fast durchweg konsequent. Eine starke Interpretation gelingt dabei in der Verdammnisszene.
Fränkische Nachrichten, 13.2.2006
 
 
VERDI / RIGOLETTO / WÜRZBURG / 2004-05
Eine neue Saison, ein neuer Intendant, ein überrschend neuer „Rigoletto“ – mit Verdis Oper begann die Jubiläumssaison am Mainfranken Theater äußerst viel versprechend.
Bayerische Staatszeitung, 8.10.2004
 
Der neue Intendant Prof. Hermann Schneider zeigt, was alles möglich ist. Er gestaltete Verdis Oper Rigoletto durchgreifend um.
Original und Interpretation stehen sichtlich neben-, aber nicht gegeneinander.
Boulevard Würzburg, 7.10.2004
 
Der neue Intendant, Herman Schneider, als Regisseur, beschert dem Mainfranken Theater mit dem Rigoletto eine sowohl ausstattungsmäßig wie von der Gedankentiefe her üppige Inszenierung – so etwas hat es lange nicht gegeben. Schneider erzählt die Oper aus einer anderen, neuen Pespektive, und er schreckt vor intellektuellen Höhenflügen und psychologischen Tiefgründigkeiten nicht zurück.
Eine spannende, diskussionswürdige Arbeit.
Leporello, 10/2004
 
Der Regie-Einfall, ein Restaurant als Schauplatz des ersten „Rigoletto“-Aktes zu wählen erweist sich mit fortschreitender Handlung als ausgezeichnete Chiffre für die zentrale Aussage der Oper.
Der Regisseur erntete „Bravo“-Rufe.
Main Post, 27.9.2004