Petra Lang, soprano

gehört weltweit zu den führenden Interpretinnen im Wagner-Repertoire. Nach Anfängen als lyrischer Mezzosopran wandte sie sich schon früh dem dramatischen Fach zu und entwickelte sich schnell zu einer gefragten Darstellerin von Wagners Brangäne, Kundry, Venus, Sieglinde, Ortrud, Bartóks Judith, Bergs Marie, Berlioz' Cassandre, Strauss’ Ariadne und zur Interpretin des Vokalwerks Gustav Mahlers.

Seit ihrem Wechsel ins dramatische Sopranfach 2012 sang sie die Partie der Brünnhilde zunächst konzertant. Ihren großen Durchbruch in dieser Partie hatte sie 2013/2014 mit ihren international gefeierten Auftritten in allen drei Ring Opern in der Neuinszenierung von Dieter Dorn am Grand Théâtre de Genève. Ein Erfolg, den sie seither u.a. in Budapest unter Adam Fischer, an der Münchner Staatsoper unter Kirill Petrenko und Simone Young, an der Wiener Staatsoper unter Peter Schneider sowie in Dortmund wiederholen konnte. 

2016 gab sie ihr Rollendebüt als Isolde bei den Bayreuther Festspielen unter der Leitung von Christian Thielemann, in der Tristan und Isolde Produktion von Katharina Wagner. Sie ist gern gesehener Gast auf dem grünen Hügel, wo sie 2005/06 die Brangäne in Tristan und Isolde sowie 2011, 2013, 2014 und 2015 die Ortrud in Lohengrin interpretierte.

Sie sang darüber hinaus bei den Festspielen in Salzburg, Bregenz und Edinburgh. 2009 erschien eine Einspielung von Wagners Lohengrin mit dem WDR-Sinfonie-Orchester unter Semyon Bychkov.

Petra Lang studierte nach abgeschlossenem Violinstudium Gesang bei Gertie Charlent und Ingrid Bjoner. Sie besuchte Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender, Hans Hotter, Dietrich Fischer-Dieskau, Peter Schreier und studierte ihre Wagner-Partien auch mit Astrid Varnay. Aktuell arbeitet sie mit dem italienischen Tenor Angelo Loforese.

Die gebürtige Frankfurterin singt mit den großen europäischen und amerikanischen Orchestern und an den renommierten Opernhäusern diesseits und jenseits des Atlantiks unter dem Dirigat von  Claudio Abbado, Gerd Albrecht, Pierre Boulez, Semyon Bychkov, Riccardo Chailly, Andrew Davis, Colin Davis, Christoph Eschenbach, Adam Fischer, Ivan Fischer, Bernhard Haitink, Marek Janowski, Armin Jordan, Philippe Jordan, Fabio Luisi, Zubin Mehta, Ingo Metzmacher, Riccardo Muti, Kent Nagano, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Wolfgang Sawallisch, Simon Rattle,  Donald Runnicles,  Peter Schneider, Christian Thielemann, Simone Young.

Für ihre Cassandre auf der CD von Berlioz' Les Troyens unter Colin Davis und dem London Symphony Orchestra wurde Petra Lang 2002 mit zwei Grammy Awards ausgezeichnet. Das Album gewann die Kategorien Beste Einspielung und Beste Interpretation, erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Oper), den Classical Brit Award Critics' Choice sowie den Orphée d'Or der Académie du Disque Lyrique.

Petra Lang ist eine ebenso gefragte Liedsängerin und gab Liederabende in Amsterdam (Concertgebouw), Brüssel, Darmstadt, Dortmund, Dresden (Semperoper), Edinburgh, Feldkirch (Schubertiade), Genf (Victoria Hall Grand Theatre), Gent, London (Wigmorehall), Mailand (Scala), Mainz, München, New York (Carnegie-Weill-Hall), Paris und Wiesbaden mit den Pianisten Adrian Baianu, Malcolm Martineau, Carmen Piazzini, Maurizio Pollini, Wolfram Rieger, Charles Spencer und Einar Steen-Nøkleberg.

Frau Lang liegt die Ausbildung junger Sänger am Herzen. Sie engagiert sich in internationalen Meisterkursen sehr für die Nachwuchsförderung.